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Hl. Florian

Unikat aus Bayern ziert Fassade der Feuerwehrhalle.

Ein langgehegter Wunsch der Prissianer Feuerwehr ist am 7. Mai 2011 in Erfüllung gegangen: Auf der Fassade des Gerätehauses wurde eine Statue des hl. Florian angebracht, die auch die Dorfkirche St. Martin zeigt. Landeshauptmann Luis Durnwalder hat die Patenschaft über die Schnitzerei übernommen und gehört deshalb seit der Segnung am 8. Mai 2011 durch Dekan Alexander Raich zur Freiwilligen Feuerwehr von Prissian. Die über einen Meter hohe Statue aus Holz ist ein Unikat aus der Werkstatt von Florian Steffl aus Ettal in Bayern und wurde mithilfe der großzügigen, finanziellen Unterstützung vonseiten der Stiftung Südtiroler Sparkasse angekauft.

 Wer war der hl. Florian überhaupt?

Sankt Florian, geboren in Cannabiaca, dem heutigen Zeiselmauer bei Tulln und gestorben am 4. Mai 304 in Lauriacum, dem heutigen Lorch in Oberösterreich, war ein römischer Beamter, der zum christlichen Glauben übertrat und den Märtyrertod starb. Da Florian sich unter anderem weigerte, den römischen Göttern zu opfern, wurde er zunächst vom Dienst suspendiert und mit Ehr- und Pensionsverlust in die Verbannung in das heutige Sankt Pölten geschickt. Als einer Gruppe Christen in Lauriacum, dem heutigen Lorch, der Prozess gemacht werden sollte, war Florian trotz Verbannung angereist, um ihnen zu Hilfe zu kommen. Er wurde jedoch auf den Befehl des römischen Statthalters Aquilinus verhaftet und zusammen mit seinen Glaubensgenossen zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 4. Mai 304 vollstreckt. Dem heiligen Florian wurden, so heißt es in Schriften, mit geschärften Eisen die Schulterblätter zerschlagen, anschließend sei der Sterbende mit einem Mühlstein um den Hals in der Enns ertränkt worden. Der Sage nach wurde seine Leiche später von Anhängern geborgen und mit einem Ochsenkarren abtransportiert. An der Stelle, an der das Zugtier stehen blieb, wurde Florian begraben. Über seinem Grab entstand später das heutige Stift Sankt Florian.

Eine weitere Überlieferung berichtet, dass zunächst niemand bereit war, die Hinrichtung an Florian zu vollziehen. Schließlich stieß ihn ein Soldat doch mit einem Mühlstein um den Hals ins Wasser. Als dieser dem Ertrinkenden nachschauen wollte, erblindete er. Florian sei dann wieder aufgetaucht, die Leiche von den Wellen auf einen Felsen geworfen und von einem Adler mit ausgebreiteten Flügeln beschützt worden, um sie vor Schändung durch die Heiden zu bewahren. In der folgenden Nacht erschien Florian demnach Valeria, einer frommen Frau, mit der Aufforderung ihn zu bestatten, was diese auf ihrem Landgut umgehend tat. Die Ochsen, die den Leichnam beförderten, seien vor Durst völlig ermattet, worauf auf wunderbare Weise eine Quelle entstand - der noch heute fließende „Floriansbrunnen“. Nur acht Jahre nach der Hinrichtung wurde unter Kaiser Konstantin die volle Glaubensfreiheit zugesichert. Der heilige Florian ist nicht nur der Schutzheilige der Feuerwehren, sondern unter anderem auch der Rauchfangkehrer, Bäcker, Bierbrauer, Gärtner und Töpfer.